ALEXANDRA BIRKERT
 ALEXANDRA BIRKERT

 

"Königin Phantasie".

Wilhelmine Hauff, die Mutter des Märchendichters Wilhelm Hauff.

 

 

Es gibt Frauen, deren Lebensweg auch heute noch beispiellos ist. Eine dieser Frauen ist Wilhelmine Hauff, die Mutter des Dichters Wilhelm Hauff.

 

1773 in Stuttgart geboren – es ist das Jahr, in dem der 14-jährige Schiller von Herzog Carl Eugen auf die Militärakademie eingezogen wurde − lebte sie mit Unterbrechungen fast 50 Jahre in dieser Stadt. Hier ist sie auch fast 72-jährig gestorben, im Jahr 1845, als sich die erste Eisenbahn auf württembergischem Boden in Cannstatt in Bewegung setzte. Eine lange Lebens-Zeitspanne, in der die  Wirren der Französischen Revolution und der Napoleonischen Kriege auch das Leben in der württembergischen Residenzstadt prägten, in der Württemberg zum Königreich avancierte, sich territorial fast verdoppelte und nur langsam seinen Weg in die Industrialisierung fand. 

Wilhelmine, im Freundes- und Familienkreis „Mine“ genannt, ist nicht nur die Mutter des bekannten Märchendichters und Erfolgsschriftstellers Wilhelm Hauff (1802-1827), der so früh, mit nicht einmal 25 Jahren gestorben ist; sie ist auch die Mutter von Hermann Hauff (1800-1865), der zeitlebens im Schatten seines jüngeren genialen Bruders stand. Und der dennoch ein großes Lebenswerk hinterließ, nicht in seinem ursprünglichen Beruf als Arzt, sondern als jahrzehntelanger Redakteur des Cotta’schen Morgenblattes für gebildete Stände. Zwei Brüder, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Aufgezogen unter schwierigen Bedingungen, denn der Vater starb früh und die finanziellen Sorgen nahmen kein Ende. Und umhegt von zwei jüngeren Schwestern, der einfühlsamen Marie (1805-1842) und der phantasiebegabten Sophie (1807-1858), die zur großen Freude der Mutter die Brüder Gottfried und Wilhelm Klaiber heirateten. Der Kreis der namhaften Nachkommen setzte sich fort mit dem Enkel Julius Klaiber (1834-1892), dem großen Stuttgarter Literarhistoriker.

 

Auf unserem Spaziergang, den wir in der Eberhardstraße beginnen, wo das Geburtshaus Wilhelm Hauffs stand, bewegen wir uns in der Innenstadt im Karree zwischen Eberhardstraße, Charlottenplatz und Hospitalviertel. An den einzelnen Wohn- und Lebensstationen der Familienmitglieder hören wir keineswegs nur Märchenhaftes, sondern gewinnen auch einen Einblick in die Lebensumstände Wilhelmine Hauffs anhand bisher unveröffentlichter Lebenszeugnisse und Briefe der „Mutter Hauff“.

 

Dauer ca. 2 Stunden

Treffpunkt: Eberhardstr. 33 / Ecke Dornstr.

 

 

Termin: Im Jahr 2017 nur als individuelle Führung

           nach Vereinbarung

 

 

 

 

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Der Feuerbacher Weg

Samstag, 7. Okt. 2017,

15 Uhr

 

 

 

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