ALEXANDRA BIRKERT
 ALEXANDRA BIRKERT

Pressestimmen

 

Zu "Hegels Schwester"

 

DIE ZEIT, 1.10.2008
»... Nicht dass der Schatten der Schwester nun wirklich ins Leben, wenn auch ins vergangene Leben nur zurückkehrte; aber man beginnt ein Leben zu ahnen, manchmal tauchen Züge auf wie beinahe von einem wirklichen Gesicht, Gesichtszüge einer sehr gebildeten jungen Frau, einer politisch engagierten Frau auch in einer ebenso revolutionären wie repressiven und von der Autorin eindrucksvoll geschilderten Gesellschaft...« (Rolf Vollmann)

 

Stuttgarter Zeitung, 12.11.2008
»... Das Ergebnis jahrelanger Arbeit kann sich sehen lassen. Neben der überzeugenden Darstellung des Lebens von Christiane Hegel wirft dieses Buch ein Licht auf die Epoche zwischen Französischer Revolution und Gründung des Königreichs Württemberg, zeichnet die politischen Neuordnungen Europas und die geistesgeschichtlichen Entwicklungen nach und liefert einen wichtigen Beitrag zur Kultur- und Sozialgeschichte um 1800.
Es ist eine spannende Lektüre, voller überraschender Funde und Details. Weil Alexandra Birkert ihre Vermutungen immer offen legt, werden die Interpretationen, auch psychologische Deutungen nachvollziehbar - und Christiane Hegel, von der kein Bildnis existiert, zu einer greifbaren Gestalt.« (Irene Ferchl)

 

Märkische Allgemeine, 31.01.2009
»Ein solches Buch ist gefährlich. Vor allem für seine Autorin, denn es birgt jede Menge Fallen. Zunächst der Gegenstand: Christiane Hegel (1773-1832), die Schwester eines bedeutenden Philosophen. Klingt das nicht nach biografischer Trittbrettfahrerei?
Dann die Verpackung: Auf dem Einband ein romantischer Frauenkörper, im Klappentext die übliche Charakterisierung als »mutig, eigenwillig und hoch begabt« sowie das übliche Versprechen, nicht nur eine Person, sondern eine ganze Epoche zu schildern. Der vertraute Emanzipationskitsch also?
Und das Leben: Schmuggeln für Revolutionäre, Irrenanstalt und Freitod – genügend Stoff für ein packend-abenteuerliches Schicksalsdrama. Sie hatte nicht nur Hegel zum Bruder, sie kannte auch Hölderlin und Schelling und war Gouvernante im Hause Berlichingen, das durch Goethes Drama berühmt geworden war – große Namen, die dazu verleiten könnten, die ruhmlose Frau aus dem Blick zu verlieren. Und schließlich ihre Rolle der hysterischen Geisteskranken und der »Geschwisterkomplex«, begründet in der Forschungsliteratur – Ausgangspunkte für eine sentimentale Verteidigungsschrift?
Alexandra Birkert umgeht gekonnt alle möglichen Fallstricke. Ihr gelingt die wunderbare Rekonstruktion eines Frauenlebens. Leicht hatte sie es dabei nicht, denn fast alle persönlichen Zeugnisse sind zu Lebzeiten verloren gegangen, später von der Familie des Bruders vernichtet oder in Archiven während des Krieges verbrannt. Als Ersatz dienen ihr die Nachlässe anderer, mit denen Christiane Hegel vermutlich in Kontakt war, sowie allgemeine historische Quellen wie amtliche Verzeichnisse und Protokolle. Es ist eines der Vergnügen dieses Buches, ihr dabei zuzusehen, wie sie teils äußerst waghalsige Indizienketten schmiedet und noch aus einem einzelnen Buchstaben einen Erkenntnisgewinn herauskitzelt. Konsequent bleibt Christiane Hegel der Mittelpunkt, andere Akteure finden nur in Beziehung zu ihr und entsprechend ihrer Bedeutung für das Leben der Protagonistin Erwähnung. Dass sie die Schwester eines bedeutenden Philosophen war, verliert so an Belang und bringt nur den Vorteil, dass die Hegel-Forschung auch einige Quellen zu ihrer Person bewahrte, wenn auch verfälscht.
... Unprätentiös, sachbezogen und nüchtern, aber deswegen nicht weniger spannend, formuliert sie die Ergebnisse ihrer Spurensuche. Der Reiz der Lektüre besteht nicht in einer platten Lebensbeschreibung, sondern in Birkerts offenem interpretatorischen Spiel mit den Hinweisen. Als herkömmliche Biografie ist »Hegels Schwester« deshalb nicht zu lesen und wird auch an keiner Stelle so genannt. Vielleicht ist das Buch dennoch ein Beleg dafür, dass die Gattung auch handwerklich langsam im 21. Jahrhundert ankommt.« (Anett Kollmann)

 

Hegel-Studien, Bd. 45 (2011), S.19-34

"... Das zu kommentierende Buch von Alexandra Birkert ist ein entscheidender Beitrag zur Klärung der Situation zwischen Christiane und Wilhelm, wie Hegel in seiner Familie genannt wurde. Alle, die sich demnächst - aus welcher Perspektive auch immer - mit Christiane Hegel und ihrem sozialen Umfeld beschäftigen, werden an die Recherchen dieses Buches anknüpfen müssen.

... Die Untersuchungen von Alexandra Birkert zu Christiane Hegel sind ein gelungenes Beispiel dafür, daß nur akribische historische Forschung es vermag, gängige Urteile über vorgeblich längst abgehandelte Personen zu revidieren. Auch was die Zeitumstände um 1800 angeht, so ergeben sich - nicht nur was die Französische Revolution anlangt - neue Anstöße für die Forschung." (Peter Kriegel)

 

Zu meinen Stadtführungen

 

Stuttgarter Zeitung, Filder-Zeitung, 10.07.2012

"...Im Langen Hau 5 steht das Haus, in welchem Goes mit seiner Frau Elisabeth und drei Kindern bis zu seinem Tod im Jahr 2000 mehr als die Hälfte seines Lebens gewohnt hatte. Von dort aus hat Alexandra Birkert ... am Sonntag bei einem Literaturspaziergang zu sieben Lebensstationen Goes' geführt. Die Rohrer Germanistin und Historikerin weiß, von wem sie spricht - Goes war ein Freund der Familie, den sie bei der Taufe ihres Sohnes kennengelernt hatte." (Isabelle Müller)

 

Stuttgarter Zeitung, Nord-Ausgabe, 29.10.2012

"... Doch nicht nur Literarisches erfuhren Birkerts Zuhörer, immer wieder lenkte sie auch den Blick auf Historisches, Botanisches und besondere Stellen, allerdings nicht ohne zu betonen, dass es eigentlich um Literatur geht. Doch die Historikerin kommt bei Birkert immer wieder durch, jedoch mit so viel Begeisterung, dass sie keinen ihrer Zuhörer damit langweilt." (Nina Ayerle).

 

Stuttgarter Zeitung, Bad Cannstatt & Neckarvororte, 01.07.2016

"Ein Spaziergang zu Carl von Etzel muss seinen Ausgangspunkt natürlich am Bahnhof nehmen, denn dort beginnt 1845 mit der ersten Fahrt einer Dampflok die Württembergische Eisenbahngeschichte. ... Zum Symbol des Spaziergangs nimmt die Literaturwissenschaftlerin und Historikerin Alexandra Birkert den "Schienenhaufen", die Skulptur von Karl-Heinz Franke: "In ihrer Synthese aus Technik und Kunst spiegelt sie die beiden wichtigen Facetten des Eisenbahnpioniers, der selbst Künstler und Literaten ispiriert hat", stellt Birkert eingangs fest - und skizziert dann dessen Biografie, die romanhafte Züge aufweist. ... "Unreif an Verstand und mich selbst nicht kennend", nannte er seinen Umweg in einem "Motivationsschreiben" an den König ... Eine von zahlreichen, seminartauglichen Quellen, mit denen Birkert - nebst historischen Lithografien und Stadtplänen - in den wie im Fluge vergehenden zweieinhalb Stunden die Zuhörer in Etzels Zeit versetzt." (Georg Linsenmann)

 

Stuttgarter Zeitung, Nord-Rundschau, 05.10.2016: "Ein Spaziergang, der Augen öffnet":

"... hier gilt, mit Goethe: Man sieht nur, was man weiß." Ein Satz, der der Literaturwissenschaftlerin und Historikerin Alexandra Birkert quasi Programm war bei ihrer historisch-literarischen Stadtführung "Der Feuerbacher Weg", der sich gut zwei Dutzend Mit-Spazierer anschlossen. Sie werden nun entschieden mehr sehen beim nächsten Gang über diesen Weg. (Georg Linsenmann) 

 

 

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